SC-08.01 · Klarheitsworkshop

In 30–90 Minuten ist klar, welche Investitionsfrage Sie wirklich entscheiden müssen.

Für Geschäftsführer produzierender Unternehmen, wenn Energie, CO₂ oder Regulierung den Business Case unscharf machen.

Viele Projekte starten zu früh mit Daten, Marktannahmen oder Technologievergleichen. Das eigentliche Problem liegt oft davor: Die Freigabefrage ist noch nicht sauber formuliert. Genau diesen Punkt klärt der Workshop.

Ein Informationsproblem, ein Abstimmungsproblem und ein Entscheidungsproblem fühlen sich gleich an. Sie brauchen aber unterschiedliche Arbeit.

  • Mehrere Optionen stehen gleichzeitig im Raum, aber unklar bleibt, welche Entscheidung zuerst getroffen werden muss.
  • Typisch sind diffuse Lagen rund um CBAM, Dampferzeugung, Elektrifizierung oder frühe Wasserstofffragen.
  • Gesucht wird kein großer Projektapparat, sondern eine präzise Ausgangsfrage mit tragfähigem Anschluss.
Dauer
2–3 Wochen
Typischer Trigger
unscharfe Freigabefrage
Ergebnis
Decision Briefing + nächster Schritt

Diagnoseboard

Welche Freigabefrage muss überhaupt beantwortet werden, bevor Daten, Modelle oder interne Abstimmung sinnvoll werden?

Der Workshop verdichtet eine unklare Lage auf drei Ebenen, die intern weiterverarbeitet werden können.

Kernfrage

Welche Entscheidung wirklich ansteht und welches Urteil am Ende möglich sein muss.

Unsicherheiten

Welche Annahmen wirklich kritisch sind und welche Fragen bewusst später geklärt werden können.

Anschluss

Ob als nächstes Robustheitsanalyse, interne Vorentscheidung oder ein anderer Schritt sinnvoll ist.

SC-08.02 · Einsatz & Nicht-Fit

Für wen und wann passt der Klarheitsworkshop?

Der Workshop greift, wenn Druck vorhanden ist, die Freigabefrage aber noch nicht präzise genug lautet, um eine Analyse sinnvoll zu starten.

Wann ist das sinnvoll?

  • Es stehen mehrere Themen gleichzeitig im Raum – CBAM, Dampferzeugung, Elektrifizierung oder Wasserstoff – aber unklar ist, welche Frage zuerst beantwortet werden muss.
  • Ein neuer regulatorischer Auslöser (z. B. CBAM-Pflicht, geänderte Förderlogik) erzeugt intern Handlungsdruck, ohne dass schon klar ist, ob er eine Investitionsfrage, eine Beschaffungsfrage oder eine Datenaufgabe aufwirft.
  • Ein Business Case liegt vor, aber Rollen, Kriterien und Unsicherheiten sind noch gemischt. Internes Alignment fehlt, bevor Analysebudget gebunden wird.
  • Die Entscheidung hängt nicht an fehlenden Daten, sondern daran, dass die eigentliche Freigabefrage noch nicht formuliert wurde.
  • Ein Erstgespräch hat ergeben, dass die Lage noch zu unscharf für eine Robustheitsanalyse ist. Der Workshop schafft die Basis dafür.

Nicht passend, wenn …

  • Eine konkrete Investition bereits benannt ist und nur noch auf Tragfähigkeit geprüft werden muss.Dann ist die Robustheitsanalyse der richtige Schritt.
  • Mehrere abhängige Investitionen gleichzeitig priorisiert werden müssen.Dann startet die Arbeit mit der Szenariostrategie.
  • Der Bedarf Implementierungsunterstützung, ESG-Berichtspflichten oder allgemeine Managementberatung ist.Das übernehme ich nicht. Ich sage es im ersten Gespräch und verweise, wo ich kann.

SC-08.03 · Einsatzpunkt

Der richtige Einstieg liegt vor der Robustheitsanalyse und weit vor einer Systemstrategie.

Der Klarheitsworkshop passt dann, wenn die Lage relevant ist, die eigentliche Entscheidungslogik aber noch nicht präzise genug benannt wurde.

Oft ist bereits Druck da, aber noch keine belastbare Arbeitsfrage. Vor der Einzelprüfung liegt deshalb zuerst die Diagnose der Lage.

Jetzt

Klarheitsworkshop, wenn zuerst die Entscheidungsarchitektur sortiert werden muss

Das passende Format, wenn Informationen vorhanden sind, die eigentliche Freigabefrage aber noch nicht präzise formuliert wurde.

Vorher

Diffuse Lage mit mehreren Themen und keiner klaren Freigabefrage

Themen, Rollen und Optionen sind vermischt. Noch ist nicht klar, welche Entscheidung priorisiert werden muss.

Danach

Robustheitsanalyse, sobald eine konkrete Option belastbar geprüft werden soll

Der nächste Schritt, wenn aus der Diagnose eine benannte Investition oder Handlung mit klarer Prüffrage entstanden ist.

Robustheitsanalyse ansehen

SC-08.04 · Entscheidungsdiagnose

Das Ergebnis ist eine Entscheidungsdiagnose, keine lose Workshop-Zusammenfassung.

Die Unterlage trennt Kernfrage, Unsicherheiten und Handlungspfad so, dass Geschäftsführung oder Kernteam sofort weiterarbeiten können.

Wer zu früh modelliert, baut Präzision auf einer unklaren Frage. Der Workshop liefert deshalb zuerst die Diagnose, auf der jede weitere Analyse sauber aufsetzen kann.

Diagnosefläche

So wird aus einer diffusen Lage ein belastbarer Arbeitsauftrag

Die Diagnosefläche zeigt, welche Elemente getrennt werden müssen, damit aus Suchdruck eine konkrete Freigabefrage wird.

Thema

Welches Problemfeld wirklich gemeint ist

CBAM, Dampf, Elektrifizierung oder Wasserstoff sind oft nur der Anlass. Die eigentliche Freigabefrage liegt darunter.

Entscheidung

Welche Wahl tatsächlich ansteht

Investition, Beschaffung, Reihenfolge, Vorentscheidung oder zunächst nur ein internes Prüfsignal.

Unsicherheit

Welche Annahme das Urteil wirklich verschiebt

Preislogik, Auslastung, Datenstand, Lieferantenabhängigkeit oder regulatorische Schwelle.

Anschluss

Welcher nächste Schritt belastbar weiterführt

Robustheitsanalyse, interne Vorentscheidung, zusätzliche Datenerhebung oder zunächst eine andere Abklärung.

Entscheidungslandkarte

Eine Seite: Optionen, Abhängigkeiten, offene Annahmen. Zeigt, wo die Entscheidung wirklich hängt und was zuerst geklärt werden muss.

Top-Unsicherheitshebel

Priorisierte Liste der Treiber, die den Business Case wirklich drehen – inklusive Datenlücken, die vor jeder weiteren Analyse geschlossen werden müssen.

Kipppunkt-Hypothesen

Explizite Annahmen darüber, was den Case trägt – und unter welchen Bedingungen er kippt. Grundlage für jede nachfolgende Szenariomodellierung.

Scope-Empfehlung

Klare Einordnung, ob jetzt Tier II (Robustheitsanalyse), Tier III (Szenariostrategie) oder ein anderer nächster Schritt sinnvoll ist – oder ob zuerst interne Vorentscheidungen getroffen werden müssen.

Input-Liste

Welche Zahlen, Daten und Dokumente für eine robuste Analyse tatsächlich gebraucht werden – und was weggelassen werden kann.

Stakeholder-Map

Wer ins Modell oder in den Workshop muss: Entscheidungsträger, Dateninput-Verantwortliche, Gremium-Mitglieder.

Aus der Praxis

Beispiel I

ProblemProduzierendes Unternehmen mit geplanter Wärme­pump­en­investition. Interner Business Case lag vor – aber die Entscheidungsverantwortlichen waren sich nicht einig, welche Freigabefrage eigentlich offen war.
KipppunktIm Klarheitsworkshop stellte sich heraus: Der Streit war kein Zahlenstreit, sondern ein Annahmenstreit über den zukünftigen Strombezugspreis. Das war der einzige Kipppunkt, der die Investition trägt oder bricht.
ErgebnisDecision Briefing mit einer Seite: Investitionskorridor, Kernannahme, Testbedingung. Das Gremium konnte danach die Freigabe mit klarem Vorbehalt erteilen.

Beispiel II

ProblemMittelständischer Industriebetrieb überlegte, ob eine Szenariomodellierung für eine Dampferzeugungs­entscheidung sinnvoll sei. Die Frage war: Rechtfertigt die Unsicherheitslage den Aufwand einer Robustheitsanalyse?
KipppunktKlarheitsworkshop zeigte: Die entscheidende Unsicherheit war nicht die Investitionsgröße, sondern die regulatorische Pfadabhängigkeit. Das war der eigentliche Treiber.
ErgebnisEntscheidung: Keine Vollanalyse, sondern erst ein regulatorisches Scan-Briefing. Das spart Analyseaufwand und richtet die nächste Ressource gezielt aus.

SC-08.05 · Arbeitsrahmen

Der Arbeitsrahmen bleibt bewusst klein: ein Kernkreis, vorhandene Unterlagen, ein klarer Abschluss.

Die Stärke des Formats liegt in der sauberen Sortierung, nicht in Workshop-Volumen.

Gesprächsformat

Kickoff, gezielte Rückfragen auf Basis vorhandener Unterlagen und ein Abschlussgespräch reichen in den meisten Fällen aus.

Benötigte Unterlagen

Vorhandene Business-Case-Ansätze, interne Notizen, technische Skizzen und Energiedaten genügen als Startbasis, auch wenn sie noch lückenhaft sind.

Ansprechpartnerkreis

Meist reichen Geschäftsführung oder CFO plus ein technischer Ansprechpartner. Ein großer Teilnehmerkreis ist dafür nicht nötig.

Typisches Ergebnis

Nach 2–3 Wochen steht eine gemeinsam verstandene Kernfrage mit priorisierten Unsicherheiten und nachvollziehbarem Anschluss.

Zeitrahmen & Aufwand

Typisch: 2–3 Wochen · 2–3 Termine · 2 Ansprechpartner auf Kundenseite

Ihr Input

  • Vorhandene Business-Case-Ansätze oder Investitionsskizzen (auch lückenhaft)
  • Interne Notizen oder Präsentationen zum Thema
  • Energieverbrauchsdaten oder technische Eckdaten (falls vorhanden)
  • Benennung der zentralen Entscheidungsträger (GF, CFO oder technischer Lead)
  • 30 Minuten Vorabgespräch zur Ausgangslage

SC-08.06 · Paketlogik

Paketlogik und Preisrahmen

Der Klarheitsworkshop ist als Festpreisformat konzipiert. Der Scope bleibt eng definiert.

Orientierung: 6.500 EUR (netto) als Festpreis. Der Umfang ist klar begrenzt: Kickoff, Diagnose, schriftliches Decision Briefing, Empfehlung zum nächsten Schritt.

Fokus

6.500 EUR

Einzelne Entscheidungsfrage mit einem klar benannten Thema (z. B. CBAM-Investitionsfolge, Dampferzeugungspfad)

2 Wochen

Standard

6.500 EUR

Mehrere verwobene Themen, die zuerst getrennt werden müssen, bevor eine Freigabefrage formuliert werden kann

3 Wochen

Anschluss

wird angerechnet

Folgt auf den Klarheitsworkshop eine Robustheitsanalyse, wird das Briefing als Ausgangsbasis übernommen. Keine Doppelarbeit.

nahtloser Übergang

Fixpreis, kein T&M. Alle Kosten für Gesprächszeit, Analyse, Briefing und Empfehlung sind enthalten. Reisekosten bei Vor-Ort-Terminen werden separat vereinbart.

SC-08.07 · FAQ

Häufige Fragen

Direkte Antworten auf die Fragen, die vor einem ersten Gespräch typischerweise entstehen.

Wie bereite ich mich auf den Workshop vor?

Keine strukturierte Vorbereitung nötig. Hilfreicher ist, wenn Sie sich kurz gefragt haben: Welche Entscheidung liegt konkret auf dem Tisch – und was macht es schwierig, sie zu treffen? Das reicht.

Was passiert, wenn nach dem Workshop noch keine klare Frage herauskommt?

Das ist ein valides Ergebnis. Manchmal zeigt sich im Workshop, dass zuerst eine andere interne Vorentscheidung nötig ist oder ein Datenproblem behoben werden muss. Das Decision Briefing benennt dann genau das – und spart Analysebudget für den richtigen Zeitpunkt.

Reicht ein Telefongespräch, oder muss das Format als Präsenz-Workshop stattfinden?

Beides funktioniert. Die meisten Klarheitsworkshops laufen remote über zwei bis drei Videogespräche. Wenn die Situation eine gemeinsame Begehung, ein Werkgespräch oder Vor-Ort-Präsenz erfordert, ist das möglich und wird vorab vereinbart.

Bleibt der Inhalt vertraulich?

Ja. Auf Wunsch wird vor Beginn eine Vertraulichkeitsvereinbarung (NDA) geschlossen. Alle Unterlagen, die Sie teilen, bleiben intern. Ich publiziere keine Fallbeschreibungen ohne ausdrückliche Zustimmung.

Was unterscheidet den Klarheitsworkshop von einem Strategieberater-Kickoff?

Das Format ist bewusst kein Projektbeginn, der in ein längeres Engagement führen soll. Ziel ist eine klare Diagnose – unabhängig davon, ob danach eine Robustheitsanalyse folgt, intern weitergearbeitet wird oder der richtige nächste Schritt etwas ganz anderes ist. Das Ergebnis gehört Ihnen, ohne Bindung.

Kann der Klarheitsworkshop auch intern moderiert werden – oder muss ich extern beauftragen?

Wenn intern bereits eine klare Freigabefrage steht und nur noch die Robustheitsanalyse fehlt, ist der Klarheitsworkshop überflüssig. Er ist dann sinnvoll, wenn der externe Blick hilft, eine intern verwobene Lage zu entwirren, die mit zu viel Vorwissen schwer zu sortieren ist.

SC-08.08 · Anwendungsfelder

Wo der Klarheitsworkshop typischerweise gebraucht wird.

Vier typische Lagen zeigen, wann Thema und Freigabefrage noch auseinanderliegen.

Diese Felder sind keine Themenliste, sondern typische Auslöser für eine Diagnose. Entscheidend bleibt immer dieselbe Frage: Was muss zuerst wirklich entschieden werden?

Regulatorik

CBAM ist sichtbar. Die eigentliche Investitions- oder Beschaffungsfrage noch nicht.

Der Einstieg ist oft ein CBAM-Fall. Erst die Diagnose zeigt, ob daraus Datenarbeit, Beschaffung oder eine Investitionsfrage im Werk wird.

Wärme

Der Handlungsdruck ist da. Der richtige Prüfpfad noch nicht.

Bei Dampferzeugung oder Prozesswärme muss oft zuerst geklärt werden, ob Technik, Wirtschaftlichkeit oder Freigabereihenfolge das eigentliche Thema sind.

Technologiepfad

Die Option steht im Raum. Der Entscheidungsrahmen ist noch offen.

Früh diskutierte Wasserstoff- oder Elektrifizierungsvorhaben brauchen oft zuerst eine klare Vorfrage, bevor eine Robustheitsanalyse sinnvoll startet.

Entscheidungsmodell

Daten existieren bereits. Das gemeinsame Urteil fehlt noch.

Rollen, Kriterien und Risiken sind gemischt. Der Workshop trennt, was Entscheidungskriterium, Informationslücke und Zuständigkeit ist.

Sobald daraus eine konkrete Option mit prüfbarer Freigabefrage entsteht, folgt meist die Robustheitsanalyse.

Vertiefungen für typische Ausgangslagen bieten die Beiträge CBAM 2026, Wasserstoffbezug 2026 und Industrielle Prozesswärme.

SC-08.09 · Erstgespräch

Porträt von Lars Schellhas van Kisfeld

Gesprächspartner

Lars Schellhas van Kisfeld

Titel

M.Sc. RWTH Aachen

Rolle

Geschäftsführer, Schellhas Consulting

Fokus

Entscheidungsdiagnose unter Unsicherheit

Ihre Ausgangslage in 30 Minuten sauber sortieren.

Ich ordne mit Ihnen ein, welche Freigabefrage zuerst beantwortet werden muss und ob der Klarheitsworkshop jetzt der richtige Einstieg ist.

Format

30 Minuten

Ziel

Freigabefrage eingrenzen

Ergebnis

Decision Check

Im Erstgespräch sortieren wir Thema, Entscheidungsobjekt und kritische Unsicherheiten. Danach ist klar, ob der Klarheitsworkshop der passende erste Schritt ist oder ob Ihre Lage schon weiter ist.

  • Welche Entscheidung muss zuerst wirklich getroffen werden?
  • Welche Unsicherheit blockiert die Lage und welche Fragen sind nur Begleitrauschen?
  • Reicht ein Klarheitsworkshop als Einstieg oder ist die Frage bereits konkret genug für die Robustheitsanalyse?