SC-04.01 · Überblick

Prozesswärme, Batteriespeicher, Stahlpfade, Space-Based Solar: Wirtschaftliche Einordnung für harte Investitionsfragen.

Von operativen Investitionsfragen im Werk bis zur langfristigen Technologiebewertung — immer mit expliziten Annahmen, modellierten Szenarien und einer klaren Empfehlung.

Die folgenden Analysen entstanden dort, wo Annahmen strittig, Energiepreise volatil und Entscheidungen trotzdem nötig waren — von der Dampferzeugung im Industriewerk bis zur Frage, wann Space-Based Solar Power für die European Space Agency wirtschaftlich relevant wird. Alle zeigen dieselbe Grundlogik: Kipppunkte sichtbar machen, bevor Kapital gebunden wird.

SC-04.02 · Prozesswärme

Dampferzeugung elektrifizieren: Vollersatz oder Parallelbetrieb?

Anonymisiertes Industrieprojekt — Wirtschaftlichkeitsanalyse zur Prozesswärme-Elektrifizierung.

Problem

Was ist der wirtschaftlich optimale Pfad zur Elektrifizierung der Dampferzeugung — vollständiger Ersatz des Gas-Boilers oder gezielter Parallelbetrieb zur Nutzung von Niedrig-Preis-Stunden?

Ansatz

Vergleichende Wirtschaftlichkeitsanalyse: vollständiger E-Boiler-Ersatz vs. Parallelbetrieb E-Boiler und Gas-Boiler. Modelliert über Strom- und Gaspreisszenarien mit expliziter Lastprofilanalyse.

Ergebnis

Pfadempfehlung mit szenarioabhängiger Amortisationsanalyse. Parallelbetrieb war der wirtschaftlich überlegene Pfad — durch die gezielte Nutzung von Niedrig-Preis-Stunden bei gleichzeitiger Absicherung durch die Gasreserve.

SC-04.03 · Batteriespeicher

Industrieller Batteriespeicher: Wann trägt welche Vermarktungsstrategie?

Anonymisiertes Industrieprojekt — Wirtschaftlichkeitsbewertung über Cross-Markt-Dispatch-Optimierung.

Problem

Unter welchen Marktbedingungen und Vermarktungsstrategien erwirtschaftet ein industrieller Batteriespeicher ausreichende Erträge — und wo liegt der wirtschaftliche Kipppunkt je nach Spread-Entwicklung?

Ansatz

Cross-Markt-Dispatch-Optimierung über FCR, aFRR, Intraday und Day-Ahead gemeinsam modelliert. Szenariobasierte Erlösmodellierung unter variierenden Marktspread-Bedingungen.

Ergebnis

Wirtschaftlichkeitsbewertung mit szenarioabhängigen Erlösbandbreiten und expliziten Schwellenwerten je Vermarktungspfad.

SC-04.04 · Dekarbonisierungspfad

Dekarbonisierungspfad für Lebensmittelproduktion: Welcher Pfad trägt langfristig?

Anonymisiertes Industrieprojekt — langfristiger Fahrplan für Kälte- und Wärmeversorgung unter Preis- und Regulierungsszenarien.

Problem

Welcher Dekarbonisierungspfad für die Kälte- und Wärmeversorgung eines Lebensmittelproduzenten ist über einen Zeithorizont von 10–15 Jahren wirtschaftlich tragfähig — unter den relevanten Preis- und Regulierungsszenarien?

Ansatz

Wirtschaftlicher Vergleich alternativer Versorgungspfade: Biomasse, elektrische Wärmepumpe und Gas-Varianten. Modelliert über Preis- und regulatorische Szenarien im Rahmen eines langfristigen Dekarbonisierungsfahrplans.

Ergebnis

Langfristige Fahrplan-Empfehlung mit Robustheitsbewertung. Biomasse-Pfad wirtschaftlich überlegen gegenüber Elektrifizierungsalternativen unter den relevanten Preisszenarien.

SC-04.05 · Stahlindustrie

Ab wann kippt die Wirtschaftlichkeit von DRI/H₂, EAF und BF-BOF mit CCS?

Eigene Analyse — Grenzkostenvergleich CO₂-armer Stahlpfade und wirtschaftliche Kipppunkte unter variierenden Energie- und CO₂-Preisen bis 2035.

Problem

Ab welchem Jahr kippen die Grenzgestehungskosten — also wann wird DRI/H₂ oder EAF günstiger als die konventionelle Hochofenroute? Und: Zu welchem Zeitpunkt müssen Investitionsentscheidungen fallen, um nicht von günstigeren Wettbewerbern überholt zu werden?

Ansatz

Grenzkostenvergleich über Szenariokombinationen aus Energiepreis und CO₂-Regime. Wirtschaftliche Kipppunkte pro Technologiepfad explizit modelliert, mit klarer quantitativer Herleitung und Sensitivitätsanalyse. Einschließlich des Einflusses von Niedrig-Preis-Stunden auf die Betriebskosten elektrolytischer Routen.

Ergebnis

Modell zur Grenzkostenberechnung je Produktionspfad mit Robustheitsbewertung: Welche Annahmen sind entscheidend, welche Pfade tragen über die größte Bandbreite plausibler Energiepreisszenarien bis 2035?

SC-04.06 · European Space Agency

ESA Solaris: Was ist Space-Based Solar Power für die Energiewirtschaft wert?

Namentliche Referenz — Wirtschaftlichkeitsperspektive als Industriestakeholder in einer ESA-Machbarkeitsstudie zu SBSP, 2023.

Problem

Eine rein technische Studie hätte SBSP als Energieproduktionsmenge beschrieben — ohne zu klären, ob diese Energie für die Energiewirtschaft tatsächlich wertvoll ist. Entscheidend ist nicht nur, wie viel Strom produziert wird, sondern wann er produziert wird und wie er sich zu realen Marktpreisprofilen verhält.

Ansatz

Beitrag als unabhängiger Industriestakeholder: strukturierter Input zu Revenue-Logik, täglichen Preisprofilen und dem wirtschaftlichen Mehrwert von SBSP gegenüber erdgebundenen Alternativen — geliefert über Interviews an die technischen Dienstleister der Studie.

Ergebnis

Der Input floss in eine Designentscheidung von Thales Alenia Space ein: Space-Based Solar Power wird nicht als eigenständige Energiequelle positioniert, sondern als kostengünstige Ergänzung bestehender Photovoltaik-Assets. Durch eine optimierte Spiegelkonstellation wird Strom genau dann erzeugt, wenn Strompreise hoch und die PV-Eigenauslastung niedrig sind — eine Vermarktungslogik, die den wirtschaftlichen Mehrwert von SBSP erst realistisch macht.

„Dank Lars’ tiefem Einblick in die aktuellen Herausforderungen des Energiesektors konnte die ESA ihre technischen Lösungen in die richtige Richtung lenken. Es war ein Vergnügen mit ihm zu arbeiten!“

Sanjay VijendranProjektleiter ESA Solaris, European Space Agency

SC-04.07 · Erstgespräch

Porträt von Lars Schellhas van Kisfeld

Gesprächspartner

Lars Schellhas van Kisfeld

Titel

M.Sc. RWTH Aachen

Rolle

Geschäftsführer, Schellhas Consulting

Fokus

Investitionsentscheidungen unter Unsicherheit

Was steht wirklich zur Entscheidung? 30 Minuten, um das herauszufinden.

Das Ergebnis: ein schriftlicher Decision Check mit der eigentlichen Freigabefrage, den relevanten Tragfähigkeits- und Kipppunktdimensionen und einem konkreten nächsten Schritt. Ohne Projektauftrag.

Format

30 Minuten

Ziel

Ähnliche Lage besprechen

Ergebnis

Decision Check

Im ersten Gespräch ordne ich ein, ob ähnliche Entscheidungslagen bereits bearbeitet wurden und welcher Ansatz für die aktuelle Situation sinnvoll ist. Danach liegt ein schriftlicher Decision Check vor.

  • Welche Investitionsentscheidung liegt konkret auf dem Tisch?
  • Was macht die Freigabe schwierig — Kostenvolatilität, Technologierisiko oder regulatorisches Timing?
  • Was wäre ein nützliches Ergebnis externer Unterstützung?